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Urheberrecht – neue Fronten werden aufgebaut. Lesetipps!

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Es begann mit der Erfindung der digitalen, verlustfreien Kopie. Es ging über private Raubkopierer bis zu Pirate Bay. Mittlerweile hat die Diskussion über das Urheberrecht eine ganz neue Qualität erreicht. Mittlerweile ist es nicht nur die Musikindustrie, die verzweifelt gegen jede digitale Kopie kämpft, oder die Filmindustrie. Inzwischen ist der Kampf auch bei Zeitungen und Journalisten angekommen. Auch hier kämpft die “Verwertungsindstrie” mit der Kopierbarkeit ihrer kostbaren Verwertungs-Ressourcen.

Hamburger Erklärung
Hubert Burda, der Verleger und Präsident des Verbandes Deutscher Zeitschriftenverleger hat in der Hamburger Erklärung ein “Leistungsschutzrecht” für Verlage gefordert. (Die Hamburger Erklärung bei Axel Springer, Die Hamburger Erklärung als PDF).

Wie kürzlich auch hier im Blog berichtet, hat sich der SPD Kanzlerkandidat Steinmeier vor diesen Karren spannen lassen und plant in seiner “Schatten”-Medienpolitik die Einführung eines solchen “Leistungsschutzrechtes”.

Internet-Manifest
Nun hat “das Netz” in Gestalt von fünfzehn einflussreichen Bloggern und Journalisten zurückgeschlagen. In ihrem Internet-Manifest haben sie 17 Behauptungen aufgestellt, wie Journalismus heute funktioniert (unter anderem Thomas Knüwer, Markus Beckedahl, Johnny Häusler, Stefan Niggemeier,…). Mit ihren zum Teil gut durchdachten, teilweise aber zu kurz geratenen – und leider in manchen Teilen erschreckend ungenauen oder gar falschen – Thesen, bezieht das das Manifest eine klare Gegenposition zu den “Burda’s” und “Springers”.

Das Manifest ist aber auch an sich bereits ein hervorragendes Beispiel dafür, wie Journalismus und Kommunikation im Internet-Zeitalter funktionieren: Es ist nicht etwa in Stein gemeißelt, sondern es ist integriert in ein Wiki (Wiki? Siehe Wikipedia Erklärung), welches eine offene und interessante Diskussion und direktes Feedback ermöglicht. Anders als Burda’s Hamburger Erklärung ist das Internet-Manifest von Anfang an ein typisches Stück Internet.

Auch, wenn das Manifest noch nicht ganz fertig scheint – schon jetzt hilft es, die verlogene Doppelmoral der klassichen Zeitschriftenverlage zu demaskieren. Diese wollen aus reiner Profitgier ihre Pfründe schützen und vollkommen veraltete und bereits nicht mehr funktionierende Systeme mit aller Gewalt am Leben erhalten – obwohl der Journalismus längst neue Formen angenommen hat.

Hierzu noch ein weiterer Artikel:

Urheberecht unter Druck
Auf Zeit online ist gestern ein hochinteressantes Interview veröffentlich worden. Unter dem Titel “Jura ist nicht dazu da, antiquierte Geschäftsmodelle zu schützen” befragte Zeit online den Rechtsprofessor und Richter Thomas Hoeren. Und der nahm kein Blatt vor den Mund, sondern gab ein geradezu erstaunliches Interview

Schade, dass das Intervie nur so kurz ist, man wünschte sich noch viele weitere Antworten von Herrn Hoeren zu hören. Trotzdem: Unbedingt lesen!

Written by mjuenemann

8. September 2009 at 21:54

Auch das ist Internet: The Pirate Bay 2.0

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Wie ich gerade auf BasicThinkingBlog lesen konnte: Erster 1:1-Klon von The Pirate Bay aufgetaucht

Die Website komplett zum Download anzubieten, ist mit Sicherheit ein schwerer Schlag für die stets mit härtesten Bandagen kämpfende Verwertungsindustrie. Nachdem der erste einen erfolgreichen Klon gestartet hat, dürfte es nicht mehr lange dauern, bis dutzende von Pirate Bays im Internet erscheinen. Damit ist die stille Hoffnung der Verwertungsindustrie, dass durch den Aufkauf von The Pirate Bay möglicherweise der bekanntesten Feind aus dem Weg geräumt würde, geplatzt. Im Gegenteil! Durch die Verbreitung von mehr Pirate Bays wird es noch viel schwieriger werden, die Raubkopier-Szene zu beobachten oder gar zu kontrollieren.

Über kurz oder lang werden die zwielichtigen Jäger, die schon heute im Auftrag der Verwerter im Internet Raubkopierer jagen auf die Idee  kommen, selbst Klone aufzusetzen. Einfacher kommen sie kaum noch an die IP-Adressen potentieller Kopier-Sünder…

Letztlich ist das ein Nebenschauplatz der ganz entscheidenden Frage: Wie gehen wir im Internetzeitalter mit den Urheber- und Verwertungsrechten um? Totale Freigabe, wie sie von der Piratenpartei postuliert wird? Totale Kontrolle, wie die Verwertungsindustrie (und wohl auch unser Innenminister) es gern sehen würden? Oder wo liegt der Kompromiss?

Written by mjuenemann

20. August 2009 at 17:23

Das Mediendilemma

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Passend zu meinem gestrigen Post hat Thomas Knüwer ebenfalls gestern einen spannenden Beitrag in seinem Blog Indiskretion Ehrensache verfasst: Das unlösbare Gefangenendilemma der Print-Verlage

Die Frage, wie es mit den klasischen Print-Medien im Zeitalter des Internets und der globalen Information weitergehen wird, ist sicherlich eine der spannendsten dieser Tage und vermutlich ein Stück weit richtungsweisend auch für andere “Verwertungsbranchen”. Auch, wenn jede dieser Branchen immer noch ein paar eigenen Regeln folgt und sie nicht hundertprozentig vergleichbar sind.

Written by mjuenemann

20. August 2009 at 15:34

Wie das Internet die Welt verändert

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Die digitale Revolution verändert nachhaltig die Welt. Digitale Medien, das Internet, die allgegenwärtige Informationsflut – die Welt ist in einem unglaublichen Wandel. Es gibt unzählige hochinteressante Beiträge, gerade heute sind mir die folgenden, lesenswerten Artikel und Filme aufgefallen

netzwertig.com: Die Parallelökonomie der digitalen Medien
Ein hochspannender Artikel, der zu erklären versucht, worin sich eigentlich die digitale Ökonomie so dramatisch von der realen unterscheidet. Absolut lesenswert!!

vimeo hostet den Film: Die online Medien
Ein ursprünglich englischer Film von RealWire, nun in deutscher Übersetzung. Eine schöne Erklärung und eine Werbung für das Medium Internet als zukünftig wichtigstes Medium für jede Art von Information.

Trendpiraten: Episode 03
Ein gut gemachtes Video, dass die derzeitige Krise vor allem der klassichen Print-Medien und des offline Journalismus erklärt und interessante Denkansätze bietet.

Und dann gibt es noch den folgenden, herrlich satirischen Beitrag, zu sehen unter anderem bei netzpolitik.org: Zeitungsnothilfe: Wir alle können etwas tun!
Helft mit der notleidenden Zeitungswirtschaft unter die Arme zu greifen!

Written by mjuenemann

19. August 2009 at 21:25

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